Das OKH – Offenes Kulturhaus Vöcklabruck lädt am 8. April herzlich zur Lesung mit Olga Grjasnowa ein. Die preisgekrönte Autorin stellt ihren aktuellen Roman "Juli, August, September" vor, der sich mit den komplexen Facetten von Identität und Familie beschäftigt.
Olga Grjasnowa, geboren in Aserbaidschan, lebt heute als Professorin an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Ihr Debütroman "Der Russe ist einer, der Birken liebt" (2012) wurde vielfach ausgezeichnet und wurde verfilmt, es folgten weitere gefeierte Werke wie "Die juristische Unschärfe einer Ehe" (2014) und "Gott ist nicht schüchtern" (2017). In ihrem neuesten Buch "Juli, August, September" erzählt Grjasnowa die Geschichte der Kunsthistorikerin Lou, die anlässlich des 90. Geburtstags ihrer Tante auf Gran Canaria auf ihre zerrüttete Familie trifft. In einem abgehalfterten Ressort auf Gran Canaria kommt der ganze ex-sowjetische Clan aus Israel zusammen, verbunden nur noch durch wechselseitige Missgunst. Inmitten kleiner Bösartigkeiten und vager Leere weiß Lou plötzlich, dass die Antwort auf all ihre Fragen in der glühenden Hitze Tel Avivs zu finden ist. Der Roman wird für seine unsentimentale Erzählweise gelobt, die mit großer Leichtigkeit durch die tiefsinnige Geschichte führt.